Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite News Jugendmedienschutz gegen Jugendarbeit

Jugendmedienschutz gegen Jugendarbeit

— abgelegt unter: ,

Paradoxer Widerspruch: Wirkungslose Maßnahmen zum Jugendschutz im Internet auf der einen Seite, Kürzungen des Sozialministerums bei wirkungsvoller Jugendarbeit auf der anderen.

Jugendmedienschutz gegen Jugendarbeit

Wir sagen nein zum Kindernet

Am gestrigen Montag gingen auf dem Leipziger Augustusplatz mehrere hundert Leute auf die Straße. Anlass waren die Jugendpolitik der sächsischen CDU-FDP-Regierung und die geplante Kürzung der Jugendpauschale im Haushalt in Leipzig. Zukünftig will der Freistaat den Kommunen und Kreisen pro Jugendlichem und Jahr statt bisher 14,30 Euro, künftig nur noch 10,40 Euro zahlen. Nach Ansicht von Experten bedeutet das für viele Jugendclubs, Beratungsstellen oder Sozialarbeiter das Aus. [1]

Vor dem Hintergrund das am 25. März 2010 über den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) entschieden werden soll, sind diese Kürzungen äußerst bedenklich. Leider scheint es der allgemeine Trend zu sein, die neuen Medien (vorrangig das Internet) zu reglementieren und mit unqualifizierten Forderungen und Maßnahmen wie Sendezeiten, Alterskennzeichnung von Internetseiten, Sperrverpflichtungen für Inhaltsanbieter u. v. m. zu überziehen. Dabei wäre effektive Jugendarbeit ein viel geeigneteres Mittel, um Kinder und Jugendliche in ihrem Reifeprozess zu unterstützen und sie durch gezielte Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet zu schulen.

Nähere Informationen zum JMStV gibt es im Wiki der Piratenpartei oder auf piraten-sachsen.de.  In Dresden findet morgen, dem 10.03.2010, u. a. eine Demo vor dem sächsischen Landtag statt.

[1] LVZ-Online, 08.03.2010, 17:51 Uhr

Artikelaktionen